LBS sagt steigende Preise für Wohnbauland voraus

Jinny Verdonck

26. Juli 2021

Die Landesbausparkassen (LBS) und Sparkassen rechnen mit steigenden Wohnbaulandpreisen in Höhe von durchschnittlich 6,4 %. 

Sowohl Bauland als auch frei stehende Einfamilienhäuser mit einem älteren Baujahr genießen eine hohe Nachfrage. Spitzenreiter ist Brandenburg, wo eine Preissteigerung von mindestens 10 % vorausgesagt wird. Aber auch in einem rheinland-pfälzischen Gebiet, zu dem Mainz zählt, erwartet LBS einen Anstieg von fast 10 %.

Bei frei stehenden Einfamilienhäusern im Bestand rechnen sie bundesweit mit einer Preissteigerung von 5,3 % im Durchschnitt. Im Vergleich zu den bisherigen Prognosen entspricht dies einem neuen Rekordwert. Der höchste Wert, den die jährlichen Umfragen seit 2004 bislang prognostiziert haben, war ein Plus von 4,6 % für das Jahr 2019. Im Süden von Sachsen-Anhalt wird mit 8,6 % die höchste Preissteigerung erwartet. Gefolgt vom südwestlichen Brandenburg mit 8 %. Den dritten Platz teilen sich der Regierungsbezirk Düsseldorf, Rheinland-Pfalz-Mitte (einschließlich Mainz) und das nordöstliche Brandenburg mit je 7,6 %.

Anstieg der Baugenehmigungen

Im Mai 2021 haben 28.199 Wohneinheiten im Neubau eine Baugenehmigung erhalten. Dies entspricht einer Steigerung um 10,2 % verglichen mit dem Zeitraum des Vorjahres. Im Geschosswohnungsbau wurden 17.141 Wohnungen genehmigt, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 11,4 % darstellt. Nur leicht gestiegen sind die Genehmigungen für Einfamilienhäuser mit 0,4 % auf 7.070 Häuser. Währenddessen registrierten Zweifamilienhäuser ein Minus von 2,2 % (2.472 Einheiten). Zählt man auch Bestandsgebäude hinzu, so haben im Mai insgesamt 32.384 Einheiten eine Baugenehmigung erhalten. Dies entspricht einem Plus von 8,7 %. Diese Zahlen beruhen auf den Angaben des Statistischen Bundesamts.