Einwohnerzahl nimmt ab, während die Zahl der Singlehaushalte laut Prognose bis zum Jahr 2040 steigen wird

Jinny Verdonck

31. Mai 2021

Ein- oder Zwei-Personen-Haushalte werden bis zum Jahr 2040 deutlich steigen, während die Zahl der großen Haushalte mit mindestens drei Personen sinken wird. Dies vermutet das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in ihrer aktuellen Haushaltsprognose und fordert, dass der Wohnungsbau dementsprechend angepasst wird.

In 2040 wird Deutschland laut der BBSR-Prognose eine Einwohnerzahl von 82,6 Mio. Menschen haben. Dies entspricht verglichen mit dem Referenzjahr 2017 einen geringen Rückgang um 1,4 %. Bei der Anzahl der Haushalte wird es jedoch bis 2040 ein Plus von 1,3 % geben. 

Doch es wird prognostiziert, dass die Anzahl der Haushalte hierzulande bis 2040 auf 42,5 Mio. in die Höhe klettern wird, was einem Plus von 1,3 % entspricht. Der Grund hierfür ist insbesondere der stetige Anstieg der Singlehaushalte. 

Hierzulande sind Einpersonenhaushalte bereits deutlich die häufigste Haushaltsform. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gab es in 2019 ca. 17,6 Mio. Singlehaushalte, was einem Anteil von etwa 42 % entspricht. BBSR hat errechnet, dass der Anteil der Singlehaushalte im Jahr 2040 auf etwa 44 % ansteigen soll, während in den Stadtstaaten mit 52 % schon mehr als jeder zweite Haushalt aus einem Einpersonenhaushalt bestehen werde.

Anpassung des Wohnungsangebots erforderlich

Daraus leitet sich ab, dass mehr kleinere Wohnungen benötigt werden, um das Wohnungsangebot entsprechend an die Ein- und zwei Personen-Haushalte anzupassen. Außerdem gäbe es verstärkt ältere Menschen, die alleine Leben, wodurch mehr barrierefreie Wohnungen nachgefragt werden.